(Bibliothek Schwäbischer Geschichte 1), Leinfelden-Echterdingen 2009, DRW-Verlag Weinbrenner, 237 Seiten, 30 Abbildungen, 8 Karten
Rezensiert von Werner Hechberger (Koblenz) PDF-Datei
Der Autor, ehemals Direktor des Karlsruher Generallandesarchivs und Honorarprofessor an der Universität Heidelberg, ist als Kenner der staufischen Geschichte bestens ausgewiesen. Sein Buch über die Welt der Staufer bietet eine politische Geschichte der Stauferzeit, deren roter Faden die Geschichte des Geschlechts nach klassischer Lesart ist. Gegliedert ist das Werk demnach chronologisch im Sinne der üblichen Vorstellung von Aufgang, Blüte und Untergang eines Herrschergeschlechts. Anfänge, Griff nach der Königsmacht und Gipfel der Macht, so lauten die Überschriften über die drei zentralen Teile. Bücher, die sich primär an interessierte Laien richten, sind nicht einfach zu schreiben, da der Spagat zwischen verständlicher Darstellung und hinreichender Komplexität zu bewältigen ist. Schwarzmaier hat diese Aufgabe allerdings bestens gelöst. Grundlegend neue Erkenntnisse, kühne Thesen oder umfassende Stellungnahmen zu gegenwärtigen Forschungsproblemen wird man nicht erwarten dürfen; wer jedoch eine solide, gut lesbare und illustrierte Geschichte der Staufer benötigt, sieht sich nicht enttäuscht. Ein kurzer Überblick über die Stauferforschung schließt den Textteil, Stammtafeln und eine Zeittafel dienen der Orientierung. Im Anhang stellt Raimund Waibel 17 Ausflugziele zur staufischen Geschichte im südwestdeutschen Raum vom Hohenstaufen bis nach Worms in Wort und Bild vor.
Erschienen am 15.04.2010
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